Bärenhunger

März 2015, Teil 4
Vancouver Reise

Am nächsten Morgen hieß es für uns: Früh aufstehen, denn wir wollten Bären beobachten.

 Zusammen mit John Ford, der regelmäßig Touristen zu den Tieren führt, machten wir uns mit dem Boot bei sonnigem Wetter auf den Weg. Nach ungefähr 30 Minuten haben wir eine geeignete Stelle erreicht, an der wir dann tatsächlich Bären entdeckten. Wir verhielten uns ganz ruhig, um die Bärenmutter mit ihrem Jungen nicht zu erschrecken. Einziges Geräusch: das Krachen der Krabben, die von den Bären vertilgt wurden. Denn bei Ebbe kommen die Bären, um sich Leckereien unter den Steinen zu suchen. Wir konnten ganz nah an die Tiere heranfahren, wodurch wir die Bären sehr gut sehen konnten. Es war wirklich beeindruckend.

Die Bärentour

Morgens um 7 Uhr aufbrechen, um im Boot die Bären an der Küste zu beobachten, wie sie sich bei Ebbe ihr Frühstück organisieren: Unbezahlbar!

Eine beeindruckende Geschichte

John Ford erzählte uns außerdem von einem Erlebnis mit den Bären, das er wohl nie vergessen würde. Ein Jahr zuvor ist er ebenfalls mit einer Gruppe Touristen zu den Bären gefahren. Das Boot war wie bei unserem Ausflug ein 3-Kieler-Boot. Es bestand also aus einem Vorderdeck mit den Leuten und einem Führerstand mit dem Steuerrad. Die Gruppe sah der Bärin zu, wie sie einen großen Stein hochhob, um nach Krabben zu suchen. Ihr Kleines rann dabei zwischen ihren Beinen hindurch und unter den Stein, welchen die Mutter vor Schreck fallen ließ. Der kleine Bär war in einer Höhle unter dem Stein gefangen und die Flut nahte. John Ford konnte das Unglück nicht mit ansehen und beauftragte einen seiner Gäste, das Steuerrad zu übernehmen, während er an Land zu den Bären ging, um den Stein hochzuheben und das Bärenjunge zu befreien. Die Bärin erkannte den Willen des Mannes und war ganz friedlich. Dieses Erlebnis zeigt, dass die Menschen in Vancouver Island sehr naturverbunden sind. Man findet dort auch keinen herumliegenden Müll, sondern kann die unberührte Natur genießen.

Brauerei, Wildside Grill und SoBo

Nach diesem atemberaubenden Ausflug fuhren wir in unser Hotel zurück, wo wir uns mit leckerem Toast, Speck, Eiern und anderen Köstlichkeiten stärkten. Der Hoteldirektor gab uns den Tipp, doch einmal die Brauerei dort zu besuchen. Wir erwarteten eine riesige Brauerei und waren dann umso mehr erstaunt, was wir tatsächlich vorfanden. Es handelte sich um eine ganz kleine Brauerei, in der man verschiedene Biersorten probieren konnte, was wir uns natürlich nicht entgehen ließen.

Eine weitere Empfehlung des Hoteldirektors war der Wildside Grill – ein Imbissstand. Was uns total verblüffte, denn immerhin waren wir in einem Luxushotel. Aber der Direktor sollte Recht behalten – das Essen dort war wirklich ausgezeichnet lecker. Wir aßen frittierte Austern und eine Suppe ähnlich einer Bouillabaisse mit Krabben.

Abends gingen wir dann zu SoBo, einem Restaurant in Tofino. Dort genossen wir frittierte Austern und Taccos. Das Essen war wieder richtig lecker. Anschließend fuhren wir zurück in unser Hotel, wo wir drei weitere Tage verbrachten. Als wir schließlich abgefahren sind, konnten wir nicht umhin, noch einmal zum Wildside Grill zu gehen und die vorzüglichen frittierten Austern zu essen.

Vancouver Island

Atemberaubend

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